Mittwoch, 18. Oktober 2017 · 11:54 Uhr

Überwältigendes Echo bei der Umfrage des BFAV zum Bereitschaftsdienst

Dr. Wolfgang Bärtl

Obwohl die Faxaussendungen noch laufen, kann man heute schon sagen, dass die Umfrage des BFAV zur Zufriedenheit der bayerischen Vertragsärzte mit der Reform des Bereitschaftsdienstes ein überwältigendes Echo ausgelöst hat.

„Bereits nach wenigen Tagen haben wir bei noch laufender Aussendung über 700 Rückläufer aus den Bayerischen Vertragsarztpraxen mit zum Teil sehr ausführlichen Kommentaren“, gibt der Sprecher des BFAV-Vorstandes, Dr. Wolfgang Bärtl, eine erste Wasserstandsmeldung. „Da wir die Gefühle und die Gespräche mit den Kollegen vor Ort ernst nehmen müssen, sahen wir uns veranlasst, diese Befragung durchzuführen, um folgenschwere Fehler noch rechtzeitig vermeiden zu können und die Geschlossenheit der Bayerischen Vertragsärzte nicht unnötig über diese sehr kontrovers geführte Debatte zu gefährden, würde doch eine Ablehnung dieser Reform durch große Teile der Vertragsärzteschaft auch insbesondere hinsichtlich der riesigen Nachwuchsprobleme ein fatales Signal setzen.“

„Besonders wird die zentralistisch von München aufoktruierte Bereitschaftsdienstreform ohne regionale Gestaltungsmöglichkeiten des Dienstplanes- bzw. Bereitschaftsdienstzeiten, die Fahrdienste mit externen und unbekannten Fahrern aber auch die Größe der Bezirke als Belastung und massive Einschränkung der eigenen Gestaltungsmöglichkeiten gesehen“, gibt Ilka Enger, Vorsitzende des BFAV einen ersten Einblick in den Trend der Umfrageergebnisse.

Wir sind sehr gespannt, ob und wie sich die Bayerischen Vertragsärzte bei dieser Reform von ihrer KV mitgenommen fühlen und ob es Unterschiede in der Einschätzung der Haus- bzw. Fachärzte bzw. auch regionale Unterschiede geben wird.

Bemerkenswert ist, dass insbesondere auch die Politik bereits großes Interesse am Ergebnis dieser Umfrage signalisiert hat.

Um ein möglichst repräsentatives Meinungsbild erheben zu können, möchten wir noch einmal alle Vertragsärzte auffordern, an der noch bis zum 31. Oktober laufenden Umfrage teilzunehmen.

www.bayerischerfacharztverband.de/bayerischer-facharztverband/aktuelles/umfrage-bereitschaftsdienst/