20.05.2016

Selbständigkeit macht Ärzte frei

Dr. med. Wolfgang Bärtl, Orthopäde, Neumarkt

BFAV unterstützt und fördert Niederlassung – Der Vorsitzende des Bayerischen Facharztverbandes Dr. Wolfgang Bärtl macht jungen Kollegen Mut sich in eigener Praxis niederzulassen. Der Verband will junge Ärztinnen und Ärzten stärken und sieht in der Unterstützung darin eine seiner zentralen Anliegen und Ziele für die kommenden Legislatur in der kassenärztlichen Vereinigung Bayerns.

»Vertrauen in die selbstständige Niederlassung wächst nur durch positive Nachrichten«, postuliert Bärtl, aus Erfahrung als selbständiger Orthopäde. Das entgegengebrachte Vertrauen der Patienten braucht Verlässlichkeit der Entlohnung.

Die Sicherung einer nicht von wirtschaftlichen Zwängen geprägten Medizin bedürfe ein angemessenes Unternehmereinkommen unter Berücksichtigung des erhöhten Aufwandes, der Investitionskosten und des unternehmerischen Risikos über die Entscheidung pro oder contra Niederlassung. Mit Sorge erfüllt Bärtl, dass in den kommenden sechs Jahren eine große Zahl der sog. "Seehofer-Boomer- Fachärzte" in den Ruhestand gehen werden. Dadurch drohe gerade in strukturschwachen Räumen eine empfindliche Lücke.

Mehr Mut

Ohne betriebswirtschaftlich attraktive Rahmenbedingungen werde sich -  trotz einer prinzipiell ausreichend großen Zahl von Nachwuchsfachärzten keine Bereitschaft zur Niederlassung und damit Praxisübernahme einstellen. Die neuen Erkenntnisse über die wirtschaftliche Situation der Facharztpraxen in Bayern sollten von der Kassenärztlichen Vereinigung dazu genutzt werden, um zum einen den Kassen und der Politik die wahren Gründe der drohenden Misere in der fachärztlichen Versorgung in den Regionen darzustellen. Andererseits stehe aber auch die kassenärztliche Vereinigung hinsichtlich Ihres Versorgungsauftrages selbst in der Pflicht für eine angemessene Honorierung zu sorgen.

Mehr Markt

Der BFAV baut dabei auf die heilsamen Regeln der Marktwirtschaft, nach der florierende und wirtschaftlich attraktive Praxen auch geeignete Nachfolger finden. "Entgegen der Absichten einiger in altem, dem KV- Denken verhafteten und verkrusten Denkmuster einer Sicherstellung um jeden Preis halten wir unwirtschaftliche und unattraktive Praxen als sog. Eigeneinrichtung der KV-en nicht für zielführend , sondern für gefährlich , da sie mit querfinanzierten Struktur in Konkurrenz zu den Niedergelassenen treten und die Realität mit ihrem Mangel lediglich auf Kosten der anderen Praxen verzerren "Diesen "falschen Weg einer fremdgesteuerten Gesundheitsbürokratie wird der BVAF als alleinige und klare Interessenvertreter der niedergelassenen, selbstständigen Fachärzte im Sinne eines Unternehmer-Facharztverbandes nicht unterstützen" freut sich Bärtl auf ein postives Umdenken in der KV.

Kategorie: BFAV, BVNF

Mitgliederbereich

Mit E-Mail und Passwort anmelden: