27.01.2016

Die Stimme der Niedergelassenen - was bzw. wer ist das?

Zählen wir doch mal die Verbände durch, in denen ausschließlich Niedergelassene und Selbstständige vertreten und organisiert sind. Da wird es sehr schnell eng. Die berufspolitische Differenzierung zwischen Angestellten ( Marburger - Bund) alias Arbeitnehmern und Selbstständigen alias Arbeitgebern hat spätestens bei diesem Ärztetag in Berlin stattgefunden.
Schade war nur, dass viele der selbstständig Niedergelassenen diesen Schuss noch nicht gehört haben und sich aus Solidarität oder auch Nibelungentreue an das Marburger - Bund dominierte Präsidium gegen die Abstimmungsempfehlung der "Niedergelassenen" entschieden haben.

Bei dem alles entscheidenden Antrag der "Allianz und des Hausärzteverbandes" fehlten bekanntlich nur 11 Stimmen, die locker aus dem Kreis der Niedergelassenen darstellbar gewesen wären. Ich bin mir sicher, dass ein derartiges Abstimmungsverhalten gegen die gemeinsam gefundene Linie auf der Seite des Marburger Bundes erhebliche interne Konsequenzen auch bzgl. weiterer Mandatierungen nach sich ziehen würde. Deshalb fühle ich mich in der Auffassung bestärkt, dass es Verbände - vielleicht auch einen Dachverband geben muss, in dem ausschließlich selbstständige, niedergelassene "Unternehmer- Ärzte" berufspolitische ihre Interessen vertreten und als Ansprech- bzw. künftig auch als Tarifpartner gegenüber den Vertretern der angestellten Ärzte , d.h. Marburger Bund - vermutlich aber zukünftig VERDI- auftreten können.
Die KV kann das aufgrund seiner heterogenen Struktur nicht leisten - die meisten fachspezifischen Berufsverbände - bis auf wenige Ausnahmen z.B BNC auch nicht.

W.Bärtl

Kategorie: BVNF

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