08.06.2014

Abbruchsignal

BVNF warnt PKV vor Hinhaltetaktik bei GOÄ-Reform. Facharztverband zeigt sich von der Verhandlungstaktik der Privaten Krankenversicherung enttäuscht.

„Kostenneutralität bei der GOÄ-Reform einzufordern, ist mit uns Fachärzten - nach knapp 30 Jahren Stillstand - nicht zu machen“, sieht der Orthopäde Dr. Wolfgang Bärtl, Vorsitzender des Bundesverbandes niedergelassener Fachärzte (BVNF), den „Casus belli“ gegeben, um die Verhandlungen mangels Ernsthaftigkeit mit der PKV-Spitze abzubrechen.

Der wiedergewählte Vorsitzende Uwe Laue hatte bei der Jahresversammlung des PKV-Verbandes mit dem Hinweis auf eine ergebnisoffene Verhandlung auf „betriebswirtschaftlicher Basis noch in dieser Legislaturperiode“ für Aufruhr gesorgt.

 

Der Widerstand der niedergelassenen Fachärzte gegen eine „EBMisierung“ der GOÄ ist aus Bärtls Sicht so groß, dass die Bundesärztekammer ein klares Abbruchsignal aussenden müsse. Mit einem einstimmig verabschiedeten Entschließungsantrag Nr. 97 hätten die Delegierten des 117 Ärztetages dazu klare Vorgaben eingebracht, um den Erhalt der Freiberuflichkeit zu sichern.

 

„Die GOÄ-Reform muss jetzt kommen. Wir lassen uns nicht über den 31.12. 2014 hinaus hinhalten“, gibt sich der BVNF-Chef kampfbereit.

 

Bei Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Verhandlungsführung seitens der PKV sei der Gesetzgeber aufgefordert, im Interesse einer angemessenen Honorierung zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung auf der Basis der von der BÄK erarbeiteten modernisierten Gebührenordnung bis zum Jahresende zu entscheiden.

Kategorie: BVNF, BFAV