21.05.2014

BVNF zur GOÄ - Klare Kante, klare Ziele!

GOÄ-Reform muss Freiberuflichkeit, Wirtschaftlichkeit, Selbständigkeit gewährleisten Facharztverband stellt Antrag zum Ärztetag / Novellierung: Gebührenordnung mit doppelter Schutzfunktion gefordert

"Die Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) muss als Identitäts- und Alleinstellungsmerkmal des freien Berufes "Arzt" erhalten bleiben und darf die doppelte Schutzfunktion nicht aushebeln", begründet Dr. Hartwig Kohl, Vorsitzender des Bundesverbandes niedergelassener Fachärzte (BVNF), den Antrag des Facharztverbandes zum diesjährigen Ärztetag in Düsseldorf.

Der Höchst-Steigerungssatz schützt den Patienten vor Überforderung. Der Mindestsatz schützt die Ärzte vor nicht kostendeckenden Preisen. Auf dieser Basis errechnet sich die Bewertungssteigerung von GO-Positionen, die einen Ausgleich für die seit 30 Jahren faktisch fehlende Anpassung an die Kosten- und Einkommensentwicklung schafft. Kostenneutralität könne es unter dieser Prämisse nicht geben.

"Dies darf für keine ärztlichen Berufsgruppe zu Honorarverlusten im Vergleich zur aktuell geltenden Gebührenordnung führen", warnt Kohl mit Blick auf die Verantwortlichen, bei der Bundesärztekammer das Paket aufzuschnüren.

Die Sorge scheint berechtigt.

In einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt vom 28.2.2014 hat sich BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery hier nachgiebig gezeigt: "Es kann nicht nur Gewinner geben. Aber wir können garantieren, dass niemand dabei sein wird, der so viel verliert, dass es für ihn in irgendeiner Weise existenziell bedrohlich wird", so windet sich der BÄK-Chef.

Die damit drohende Einführung von steuernden Elementen in die GOÄ analog zum EBM soll vom deutschen Ärztetag entschieden abgelehnt werden, so zieht der BVNF Antrag hier allerdings eine klare Grenze.

 

Kategorie: BVNF, BFAV