23.10.2013

TK »Dividende« am Ende?

BVNF fordert Einschreiten der Aufsicht „Mit Versichertengeldern spielt man nicht!“ Harsche Kritik äußert Dr. Wolfgang Bärtl Sprecher vom Bundesverband niedergelassener Fachärzte (BNVF) an der sogenannten Dividendenausschüttungspraxis der Techniker Krankenkasse.

„Es kann nicht sein, dass Krankenkassen treuhänderisch anvertraute Beitragsgelder ihrer Versicherten als selbsterwirtschaftetes Eigentum ansehen und Überschüsse wie eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft als Dividende in Gönnerlaune mit der Gießkanne verteilen, um damit neue Mitglieder zu ködern,“ beschwert sich der BVNF-Chef in einem offenen Brief bei Maximilian Gassner als obersten Krankenkassen-Aufseher im Bundesversicherungsamt (BVA). Die Aufsichtsbehörde wird aufgerufen, zu prüfen, ob die  "Auslobung" einer "Dividende" durch eine gesetzliche Krankenkasse mit den gesetzlich verankerten Grundsätzen einer "Sozialversicherung" des SGB V vereinbar ist.

"Während in den strukturschwachen Regionen und in den seit Jahren chronisch unterfinanzierten, fachärztlichen Grund-Versorgungs-Segmenten nach aktuellem Honorarreport der KBV die Finanzmittel wegbrechen, jubeln die Krankenkassen über fette Dividenden!"

Laut Gesetz sei es vorrangige Aufgabe einer gesetzlichen Krankenkasse, für eine flächendeckende, wohnortnahe medizinische Versorgung ihrer Mitglieder zu sorgen und die dabei entstehenden Kosten zu erstatten - und nicht über ein Kaputtsparen in der medizinischen Grundversorgung Fehlanreize in Form von Dividenden als kurzsichtigen Marketinggag zu setzen, erinnert Bärtl die Aufsichtsbehörde.

Kategorie: BVNF