29.09.2013

BVNF will »echtes Geld statt Prozente«

Das Ergebnis der Honorarverhandlungen 2014 ist nach Ansicht vieler Ärzte ein großer Rückschritt. So beklagt der Bundesverband niedergelassener Fachärzte (BVNF) den Ausgang der Honorarverhandlungen, allerdings geht es dem BVNF nicht um ein Gefeilsche um Prozentpunkte hinter dem Komma, sondern es soll eine grundsätzliche Honorarreform angestoßen werden.

Für BVNF-Sprecher Dr. Wolfgang Bärtl „ist der im September 2012 ausgegebene Fahrplan mit den acht sog. Meilensteinen, die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung binnen einer Fünf-Jahresfrist umgesetzt werden sollten, damit nicht erkennbar weitergekommen - ganz im Gegenteil!“

Die dominante Forderung der Vertragsärzteschaft nach festen und angemessenen Preisen - wenn auch nur in Teilschritten zunächst für die Grundleistungen - ist kaum vernehmbar thematisiert, geschweige denn konkretisiert, worden. „Das Mandat der Mitgliederbefragung vom September 2012 ist klar verfehlt!“

Der Streit, ob die zugestandenen Prozente ausreichen, ist für Bärtl „unsinnig und ziellos, wenn wir nicht zuvor klar definieren, welche Leistungen von unseren Vertragspartnern konkret nachgefragt und mit echtem Geld zu klar festgelegten Preisen bezahlt werden.“

Die Ärzteschaft sei gefordert, hier ihre Hausaufgaben zu machen, d.h. ihrerseits den Umfang von Grund- und Einzelleistungen zu beschreiben.

Kategorie: BVNF