20.09.2013

NEU Online: www.krankenkassenkummerkasten.de

Warum ein Krankenkassenkummerkasten? Immer wieder stellen wir verärgert fest, dass die von uns empfohlene Kurmaßnahme, das von uns verordnete Hilfsmittel oder zum Beispiel auch die Dauer einer Krankmeldung angezweifelt und im ärgerlichsten Fall vom medizinischen Dienst der Krankenkassen für nichtig erklärt wird.

Dadurch entsteht nicht nur unseren Patienten ein Schaden, denn wir haben uns ja bei unserer Verordnung auch etwas gedacht und nach den Grundsätzen des SGB V wirtschaftlich, notwendig und zweckmäßig verordnet – und selbst das wird von den Krankenkassen dann nicht bewilligt.

Genauso ärgerlich ist es, dass wir durch diese Maßnahmen der Krankenkassen in dem einen oder anderen Fall deutlich in unserer diagnostischen und therapeutischen Freiheit beschnitten werden und man unsere medizinische Kompetenz in Frage stellt.

Und zu guter Letzt bedeutet die Verweigerung der Kassen ja auch noch zusätzliche Arbeit, denn meistens muss ein zweites Mal eine Begründung oder ein Gutachten geschrieben werden. In manchen Fällen muss der Patient sein Recht auf indizierte Therapie sogar vor dem Sozialgericht einfordern. Ein Verfahren, das wir als Ärzte dann auch meist begleiten müssen.

Aus diesem Grund haben wir von Bundesverband für niedergelassene Fachärzte (BVNF) den Krankenkassenkummerkastenentwickelt, der es Patienten, Angehörigen, Pflegepersonal - aber auch Ärzten - ermöglicht, ihre spezielle Geschichte darzustellen.

Bisher war es so, dass immer von Einzelfällen die Rede war, wenn sich ein Patient über die Verweigerung einer Leistung berichtete – jetzt werden aus den Einzelfällen eine ganze Menge an Geschichten...

...und jede Geschichte zählt!

Gruss

Der Vorstand des BVNF e.V.

Kategorie: BVNF, BFAV