19.03.2013

„SED“ plündert Versorgungswerke - BVNF warnt vor Dominoeffekt bei Bürgerversicherung

„Die Bürgerversicherung als Sozialistische Einheitsversicherung Deutschlands (SED) wird aufgrund ihrer Sogwirkung zur Gleichmacherei nicht vor den berufständischen Versorgungswerken Halt machen“, warnt Dr. Wolfgang Bärtl, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes niedergelassener Fachärzte (BVNF) vor den Plänen der SPD-Sozialspezialistin Elke Ferner.

Die SPD und andere Protagonisten der Bürgerversicherung würden zwar zunächst nur im Krankenversicherungsbereich auf die SED setzen. Aber der analoge Griff in die Taschen der berufsständischen Versorgungswerke folge so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Begehrlichkeiten auf die Rückstellungen der PKV in Höhe von geschätzt ca. 250 Milliarden werde den Hunger auf die „Schätze der verkammerten Berufsstände“ fördern.

Damit wird nach Einschätzung des BFNV die Ärzteschaft von zwei Seiten in die Zange genommen.

Einerseits entzieht die Bürgerversicherung über den Wegfall der Privatversicherten den Praxen sukzessive die Grundlage der Selbständigkeit und Freiberuflichkeit. „Zum anderen enteignet eine möglicherweise sozialistisch geprägte zukünftige Bundesregierung die bislang solide, kapitalgedeckte Altersversorgung der Ärzte, in die sie jahrzehntelang teilweise erhebliche, weit überdurchschnittliche Beiträge eingezahlt haben“, so prognostiziert Bärtl die nächsten Schritte.

Betroffen von dieser Enteignungswelle wären auch die Apotheker, Rechtsanwälte, Architekten und Journalisten mit ihren Versorgungswerken.

Die Positionierung der Parteien zur Bürgerversicherung stellt deshalb für den BVNF im anstehenden Wahlkampf den „dominanten Wahlprüfstein“ dar.

 

Kategorie: BVNF, BFAV