07.01.2013

Politische Gretchenfrage! - BVNF will handeln, statt behandelt werden

Im Wahljahr 2013 wollen die niedergelassenen Fachärzte den Gesundheitspolitikern die Gretchenfrage stellen. Wie stellen sich die Bewerber die Zukunft der fachärztlichen Versorgung dar? Der Sicherstellungsauftrag wird von den Ärzten mit großer Mehrheit hinterfragt, feste kostendeckende Preise für klar definierte Leistungen gefordert. Der politisch agierende Verband setzt zur Bundestagswahl auf gemeinsame Aktionen statt auf zersplitterte Reaktionen der Berufsverbände.

„Wir lassen uns nicht länger von der Politik mit Versprechen zur Bevorzugung einzelner Arztgruppen mit Separatverträgen auseinanderdividieren“, bestärkt Wolfgang Bärtl, Sprecher des Bayerischen Fachärzteverbandes (BFAV), die Kollegen, sich dem neuen Bundesverband der niedergelassenen Fachärzte (BVNF) anzuschließen, um der Politik im Wahljahr 2013 „eine klare Ansage zu machen, was wir wollen und zur angemessenen Versorgung unserer Patienten brauchen, damit die ambulanten Versorgungsstrukturen insbesondere auf dem flachen Land nicht zusammenbrechen“.

Der BVNF fokussiert dabei auf die politischen und wirtschaftlichen Interessen der niedergelassenen freiberuflichen Fachärzte in der flächendeckenden Basisversorgung. Bärtl erachtet es für dringend notwendig, über alle Fachrichtungen hinweg mit gemeinsamer Stimme zu sprechen, „denn wir laufen ansonsten Gefahr auseinander dividiert, vergessen und letztlich existenziell vernichtet zu werden“.

Es sei „bezeichnend und erschreckend zugleich, dass in den Wahlprogrammen der Parteien der niedergelassene Facharzt keine Verwendung mehr findet.“ Am Ende der Entwicklung stehe eine Staatsmedizin „teuer und ineffektiv, mit weiten Wegen und anonymer Gesundheitsmaschinerie ohne menschliche Zuwendung. Wer das will, soll es den Wählern auch sagen. Wir sorgen dafür, dass dieses Bekenntnis in der Bevölkerung bekannt wird.“

Kategorie: BVNF