05.01.2013

„Gedächtnisverlust?“ - BVNF warnt Graalmann vor Steinwürfen im GKV-Glashaus

„Wo Geld ist, wird es immer schwache Charaktere geben, die sich in einer undurchschaubaren Bürokratie, wie es das GKV-System darstellt, ungerechtfertigt Vorteile auf Kosten der Solidargemeinschaft verschaffen und damit dem Ruf aller ehrlichen Partner im Gesundheitswesen schaden“, so weist der 1. Vorsitzende des Bundesverbandes niedergelassener Ärzte (BVNF) die Korruptionsvorwürfe des AOK-Bundesverbandes als „pure Heuchelei“ zurück.

Es sei bedauerlich, „dass sich erfahrene Politiker, wie Jens Spahn, vor den Karren von Jürgen Graalmann spannen lassen, der bezüglich der Skandale um im eigenen AOK-Laden offenbar unter fortschreitendem Gedächtnisverlust leidet.“ Bärtl erinnert den AOK-Chef in diesem Zusammenhang an die Vorgänge in Niedersachsen mit Luxusreisen von AOK-Spitzenkräften auf Kosten eines Baukonzerns.

„Im Gegensatz zur AOK funktioniert in der Ärzteschaft die Selbstreinigung offensichtlich!“ So wurden 500 Fälle von Korruption von den Kammern im Bundesgebiet in den letzten 3 bis 5 Jahren verhandelt. Und das bei über 400.000 Ärzten die in Deutschland in Kliniken und in der ambulanten Medizin tätig sind. „Herr Graalmann und Herr Spahn haben hier eine Diskussion losgetreten, die, angesichts der Personalprobleme, dem deutschen Gesundheitswesen massiven Schaden zufügt“ bedauert Bärtl.

Kategorie: BVNF, BFAV